November 26, 2020

Aktie des Monats | Bristol-Myers Squibb

Meine Analyse zur Aktie des Monats befasst sich heute mit meiner inzwischen größten Position im Depot, nämlich Bristol-Myers Squibb. Den ersten Kauf tätigte ich im Juni und habe die Position seither schon zweimal aufgestockt, und werde dies vermutlich auch ein drittes mal machen. Selbst Warren Buffet hat ja nun einige Aktien von BMY gekauft, also kann man nicht ganz falsch liegen mit einer Investition.


Interessanterweise kommt die Aktie trotz allem, sehr guten Quartalsergebnissen, Umsatzsteigerungen und einer sehr großen Pipeline nicht vom Fleck. Sie pendelte in den letzten Monaten immer zwischen 55 bis 65 USD hin und her, gut es gibt schlimmeres und ich werde diese Zeit zum aufstocken nutzen, aber verstehen tu ich das nicht. Das einzig kritische ist der recht hohe Schuldenstand, aber der stellt mit dem jährlichen Cashflow kein Problem dar.

Profil Bristol-Myers Squibb

Bristol-Myers Squibb Company ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Biopharmazie. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt zahlreiche verschreibungspflichtige und rezeptfreie Arzneimittel. Diese kommen in folgenden Bereichen zum Einsatz: Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Nervensystem, HIV und Hepatitis, Krebs, Rheuma und Schmerz. Die Forschungsaktivitäten von Bristol-Myers Squibb konzentrieren sich auf die Indikationsgebiete Atherosklerose/-thrombose, Diabetes mellitus, krankhaftes Übergewicht, psychiatrische Erkrankungen, Morbus Crohn, Alzheimer/Demenz, HIV/AIDS, Hepatitis, Onkologie, Rheumatologie und Organtransplantationen.

Bristol-Myers Squibb Company verkauft seine Produkte an nationale und internationale Groß- und Einzelhändler. Ende 2019 übernahm das Unternehmen außerdem den Konkurrenten Celgene, der sich insbesondere auf die Entwicklung von Medikamenten im Bereich Onkologie konzentriert. Kürzlich kaufte man für 13,1 Milliarden US-Dollar das Biotechnologie-Unternehmen Myokardia um das Angebot an Herzmedikamenten ausbauen zu können.


Bewertung

Auch bei Bristol Myers-Squibb habe ich mein Bewertungsmodell angewandt und das Ergebnis ist eigentlich recht gut, vor allem Cashflow mäßig und wachstumstechnisch steht man sehr gut da. Einzig der Schuldenberg drückt etwas die Gesamtpunktzahl.

Bristol Myers-Squibb

Cashflow Kennzahlen

Die Cashflow Generierung von Bristol-Myers Squibb ist wirklich sehr gut und man konnte die Net Debt Position von Dezember letzten Jahres um 7.3 Mrd USD auf einen Stand von 23.3 Mrd USD reduzieren. Dies spiegelt sich natürlich auch in der Free Cashflow Payout Ratio wieder, die mit 31.8% sehr gering ist.

Bilanz Kennzahlen

Bei den Bilanz Kennzahlen sieht es auch relativ ok aus, die Debt to Equity Ratio mit 0.913 ist zwar etwas hoch, aber wie oben erwähnt ist man in der Lage die Schulden signifikant zu reduzieren. Die Equity/Goodwill Ratio von 40.8% ist ebenfalls noch im grünen Bereich und mit einer Eigenkapitalquote von 40.2% ist man ebenfalls noch sehr gut unterwegs.

Weitere Kennzahlen

An den GuV Kennzahlen und Wachstumskennzahlen erkennt man deutlich, dass die Aktie momentan etwas unterbewertet ist. Finbox.io* geht von von einem fairen Kurs von 72.74 USD aus. Mit der neuen Akquisition von Myokardia wird sich die Wachstumsstory auch weiter fortsetzen.

Dividenden Kennzahlen

BMY hat nun seit 13 Jahren die Dividende jedes Jahr konstant erhöht, mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4.0% pro Jahr in den letzten 5 Jahren. Das Management bekennt sich trotz der Akquisitionen zu ihren Dividendenpolitik und man kann von weiteren Erhöhungen ausgehen

Die aktuelle Yield liegt bei 2.90%, bei einer jährlichen Dividende von 1.80 USD.

Die Dividende wird quartalsweise ausbezahlt und der nächste Zahltag wird im Februar 2021 sein.

Insgesamt konnte Bristol-Myers Squibb in meiner gewichteten Bewertung 13.8 von 23 Punkten erreichen. Dies ist ein ok Ergebnis, und beruht vor allem auf den starken Cashflow und den sehr guten Wachstumsaussichten. Allerdings fällt der aktuelle hohe Schuldenstand hier auch deutlich ins Gewicht und verhindert eine bessere Punktzahl. Mit 13.8 Punkte ist BMY aber noch im Bereich was eine Investition rechtfertigt.

Aussichten

Insgesamt geht man bei BMY von Umsatzwachstum von ca. 5% pro Jahr aus, was vor allem der an der starken Produktpipeline liegt und der zusätzlich wachsenden Nachfrage. Mehr Details zu der letzten Quartalsmitteilung findet ihr hier.

Für 2021 geht man von einem Ergebnis pro Aktie von ca. 7.54 USD aus.

Fazit

Bristol-Myers Squibb wächst und wächst und keinen scheint es zu interessieren. Ich weiß man sollte sich nicht in eine Aktie verlieben aber mit Ahold Delhaize ist Bristol Myers-Squibb inzwischen eine meiner Lieblingsaktien und ich werde sie wohl bei diesem Preisniveau weiter aufstocken. Es gibt aktuell nicht viele Firmen, die so viel Wachstumspotential aufweisen können und zeitgleich so unterbewertet sind. Eigentlich ging ich nach den News über Buffet’s Einstieg davon aus, dass der Aktienpreis jetzt Richtung 80 USD gehen wird, aber dem war nicht so, naja umso besser :).

In 2 bis 3 Jahren könnte es gut sein, dass BMY einer der Major Player in der Pharmabranche ist. Ich muss nur ein bisschen aufpassen, dass diese Position nicht zu groß wird, aber sonst spricht nichts gegen weiteres aufstocken. Meine Zielgröße wäre 130 Aktien, aktuell sind 82 im Depot.

Was haltet ihr von Bristol-Myers Squibb?

Dies ist keine Anlageberatung und gibt nur meine persönliche Meinung wider!


4 Gedanken zu “Aktie des Monats | Bristol-Myers Squibb

  1. Vielleicht schaust Du aber auch mal auf das net income und den Buchwert pro Aktie. Hier haben die ggü 2018 ca 30% minus!!! Und auch der RoiC ist mager…

    1. Naja der geringe Net Income liegt vor allem an der Abschreibung der intagible Assets, und klar der Schuldenberg ist nicht gering aber der Cashflow ist sehr gut und das ist entscheidend.

  2. Moin Andreas,

    wie sieht das bei Bristol-Myers Squibb denn eigentlich mit der Abhängigkeit von einzelnen Produkten aus?

    Gibt es ähnlich wie bei AbbVie oder Gilead Sciences einzelne Medikamente (die aktuell noch patentgeschützt sind), die einen übermäßig hohen Umsatzanteil ausmachen oder ist das Unternehmen an dieser Stelle besser diversifiziert?

    LG
    David

    1. Hallo David,
      mit Revlimid gibt es ein Produkt, das ca. 30% des Umsatzes ausmacht. Aber insgesamt sind es 8 Hauptprodukte von denen 3 zweistellige Wachstumsraten zeigen. Man ist daher meiner Meinung nach deutlich besser diversifizert als zum Beispiel AbbVie.
      Lg
      Andreas

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