Juni 13, 2021

Buy the Dip eine sinnvolle Strategie?

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p style=“text-align:left;“>Aktuell ist in der Finanzblog Community eines der Hauptthemen Cash und Liquidität, und zweifelsohne betrifft mich das Thema natürlich auch, da mein Cashanteil im Depot doch recht gering ist. Ich möchte dabei nicht von meinem Notgroschen reden, der ist nicht fürs investieren gedacht und bleibt auch immer konstant. Es stellt sich für mich mehr die Frage, warum viel Cash horten wenn „time in the market“ doch sowieso die bessere Strategie ist?

Natürlich muss für sich jeder seine eigene Strategie entwickeln, aber beim investieren gilt für mich stets „Time in the market beats timing the market“. Auf den Weg dorthin habe ich logischerweise auch einige Fehler gemacht und werde dies auch vermutlich auch noch weiter machen, wichtig ist nur den gleichen Fehler nicht zweimal zu machen.

Ab zurück zum Thema was ist nun vernünftiger regelmäßig investieren, oder auf den großen Knall warten und dann all in? Lasst uns das mal an einem fiktiven Beispiel über einen Zeitraum von 24 Monaten anschauen.

Buy the dip eine sinnvolle Strategie?

In Monat 1 investieren Investor A und B in eine Aktie zum Startpreis von 50.5 EUR, dabei investiert A 250 EUR monatlich und B startet mit 3 000 EUR wird aber gleichzeitig nur dann wieder 3 000 EUR investieren wenn die Aktie um mindestens 10% fällt. Dies wird in Monat 18 passieren. In den Monaten zuvor und danach gibt es die üblichen Up and Downs. Am Ende der 24 Monaten haben beiden Investoren 6 000 EUR investiert.

Buy the Dip

Am Ende diesen Beispiels gewinnt zwar Investor B marginal mit einem Vorsprung von 198 EUR, tut sich aber gleichzeitig auch viel mehr Stress an.

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Die Frage ist außerdem was hätte der Investor gemacht wenn der Kurs nochmal um 10% gefallen wäre?

Rein vom Zahlenwerk scheint in diesem sehr einfachen Beispiel „Timing the market“ wohl die etwas bessere Strategie zu sein, jedoch darf man hier den psychologischen Aspekt nicht unterschätzen. Oftmals nimmt man sich vor bei großen Kursrückschlägen endlich zu investieren, macht das aber schlussendlich doch nicht in dem ursprünglich geplanten Ausmaß. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass Investor B in Monat 18 vielleicht nur 1 500 EUR investiert, da er eventuell vermutet der Kurs könnte um weitere 10% fallen.

Allein aus diesem Grund halte ich eine reine „Buy the dip“ oder reine „Timing the market“ Strategie für nicht wirklich sinnvoll. Es gibt hier zu viele Unbekannte und auch die Angst vor Verlusten kann hier einem jeden einen Streich spielen.

Denn Hand aufs Herz wer von uns hat schon einen richtigen Bärenmarkt miterlebt?

Ich denke das sind die wenigsten und gerade deswegen fällt es mir auch sehr schwer dieses „Buy the Dip“ oder „Ich investiere erst wieder bei einem Crash“ Gequatsche ernst zu nehmen.

Wenn wir uns zum Beispiel Microsoft anschauen. Eine Top Firma aber gerade alles andere als günstig.

Würde ich aktuell 5 000 EUR in Microsoft Aktien investieren? Wohl eher Nein.

Möchte ich jedoch die 5 000 EUR über zwei Jahre verteilen, macht es in meinen Augen sehr wohl Sinn jetzt schon damit anzufangen.

Fazit

Aktuell investiere ich auch etwas weniger aber weiterhin regelmäßig in High Quality Firmen und nebenher schaue ich mich nach Schnäppchen um, die es weiterhin noch gibt. Dies führt zwar dazu, dass ich keine sehr großen Cash Reserven habe aber zeitglich hab ich auch ein regelmäßiges Einkommen, die meine Cash Reserven jeden Monat gut füllen. Zudem gibt es auch Anlageklassen die bei einem Aktien Crash deutlich besser performen, was wiederum zu mehr Liquidität führen kann.

Ich denke gerade als Privatanleger ist regelmäßiges investieren viel sinnvoller, als auf den Crash zu warten. Denn zum einen ist es entspannter und zum anderen können wir den Gesamtmarkt auf Dauer eh nicht übertreffen. Ein Warren Buffet darf man hier nicht als Vergleich hernehmen. Er verfügt zum Einen über ganz andere Mittel und zum anderen über viel mehr Informationen. Außerdem haben seine Veröffentlichungen gezeigt, dass er weiterhin am Investieren ist.

Für die kommenden Monaten und auch Jahre gilt, damit für mich daher, regelmäßig in Top Firmen am besten via Sparplan investieren, und bei Schnäppchen zuschlagen.

Langfristig gesehen können Cash Reserven zwar beruhigend sein aber bei der Performance machen sie kaum ein Unterschied, und eigentlich macht es nur Sinn wenn man die Entwicklung am Markt vorausschauen kann.

Wie geht ihr die Sache heran? Regelmäßig investieren oder doch lieber auf den großen Knall warten?

Dies ist keine Anlagenberatung, sondern spiegelt lediglich meine eigene Meinung wider!

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5 Gedanken zu “Buy the Dip eine sinnvolle Strategie?

  1. Genau so wie du mache ich das auch. Ich warte nicht auf einen Crash. Dafür kommen die viel zu selten und in der Zeit verpasst man Performance/Dividende. Sehr wohl ärgere ich mich aber schon, wenn es wieder einen Crash geben sollte und ich nicht alles kaufen kann was ich gerne würde.

    Aber es bleibt dabei. Ich kaufe regelmäßig weiter „meine“ Firmen dazu.

    1. Hi,

      Danke für dein Kommentar. Ich bin auch der Meinung regelmäßig investieren bringt einem viel weiter, jedoch sollte man dabei auch die Marktlage beachten und seine Investitionen demnach anpassen.

      lg

  2. Hallo Andreas,

    bin eher auch dem Lager „All in“ zuzuordnen. Denke aber, dass eine Cash-Reserve (vulgo Kriegs-Schatulle) für jene Unternehmen, die doch eher m.E. massiv überbewertet sind (UNP, SBUX,…), im Falle eines Bärenmarktes Sinn macht, um dann zu vernünftigeren Preisen einzukaufen.

    Fragst du mich aber nach meiner persönlichen Reserve war die nie höher als 5% 😂. Das Gute an der Sache: ich bekomme jedes Monat die Möglichkeit zu investieren, das Gehalt macht es möglich

    Liebe Grüße
    Clemens

    1. Hi Clemens,

      ja das mit dem Cash ist immer so eine Sache, habe es auch am liebsten investiert. Aber Cash ist eben auch ein Asset und sollte nicht zu kurz kommen.

      lg
      Andreas

    2. Hi Clemens,

      ja das mit dem Cash ist immer so eine Sache, habe es auch am liebsten investiert. Aber Cash ist eben auch ein Asset und sollte nicht zu kurz kommen.

      lg
      Andreasl

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