April 11, 2021

Yield Curve, Inflation und steigende Rohstoffpreise…

Das sind Begriffe mit denen aktuell nur so um sich geworfen wird und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein bis die Mutter aller Blasen zu platzen droht. Aber was soll man am besten machen? Ehrlich gesagt weiß ich das auch nicht so wirklich. Auf jeden Fall mal an seinem Plan festhalten und vielleicht auch Assets dazu mischen, an die man früher nicht gedacht hat.

Auch als Privatanleger sollte man immer darauf schauen, dass man sich weiter entwickelt denn schlussendlich geht es auch darum sein Vermögen nicht nur zu vermehren sondern auch in jeder Marktlage zu schützen. Um das besser verstehen zu können, und um es vorweg zu nehmen ich bin noch lange nicht soweit, ist es meiner Meinung sehr wichtig Korrelationen zwischen dem Aktien-, Rohstoff- und auch Anleihenmarkt zu beobachten.

Aktuell kann man dies sehr gut and der Entwicklung der 10 jährigen US Staatsanleihen Rendite und die des Nasdaq beobachten. Hier scheint es der Fall zu sein, dass der Nasdaq Kursverlauf quasi 1:1 abhängig mit dem der Yield Curve ist. Ein anderes Phänomen ist aktuell ein Revival der Value Stocks.

Wann war Altria zu letzt bei 50 USD? Ist sicher schon eine Zeit lang her.

Werde ich meine Anlagenstrategie nun ändern?

Nun ja teilweise habe ich das ja schon getan und einen ordentlichen Betrag in Silber investiert, da ich zu dem Schluss gekommen bin, dass Silber neben Gold eine sinnvolle Beimischung für jedes Depot ist. Zum anderen schaue ich auch sehr auf Anleihen ETFs in die ich demnächst investieren möchte.

Aber nun zu meiner vermutlich größten Änderung. Wie ihr ja wisst hab ich auch ein Wachstumsdepot, mit teils sehr spekulativen Investments bei denen mich das Geschäftsmodell der Firmen sehr überzeugt. Nichts desto trotz ist in der aktuellen Marktlage für mich der richtigere Wege mein Wachstumsdepot etwas zu verkleinern. Dabei schaue ich vor allem auf die sehr gehypten US-Aktien, die teilweise schon astronomische Bewertungen erreicht haben, obwohl sie zahlenmäßig noch nicht sehr viel erreicht haben. In Summe spreche ich hier von einer Reduktion um ca. 5 000 EUR. Manche werden mit Verlust verkauft und manche mit sehr viel Gewinn, insgesamt wird wohl ein Gewinn von ca. 1 000 EUR herausspringen.




Dies ist natürlich ein Einschnitt und entspricht nicht meiner ursprünglichen Strategie, Unternehmen in meinem Wachstumsdepot mindestens  5 Jahre zu halten. Allerdings habe ich mich beim aufsetzen des Depots auch nicht mit den oben genannten Dingen und Zusammenhängen näher befasst bzw. diese nicht in meiner Strategie berücksichtigt.

Diese 5 000 EUR werde ich natürlich wieder investieren, so habe ich vor Stück für Stück in ein paar Anleihen ETFs zu investieren und daneben auch ein erstes Investment in Gold zu tätigen.

Konkret habe ich dabei folgende ETFs ins Auge gefasst:

iShares $ Corp Bond UCITS ETF

Dieser ETF bietet Zugang zu den liquidesten in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen mit Investment Grade und bietet aktuell eine Ausschüttungsrendite von 2.85%.

Vanguard USD Corporate Bond UCITS ETF

Der Vanguard USD Corporate Bond UCITS ETF bietet eine Anlage in die Wertentwicklung US-amerikanischer Unternehmensanleihen und bietet aktuell eine Ausschüttungsrendite von 2.83%.

iShares J.P. Morgan $ EM Bond UCITS ETF

Der ETF bietet Zugang zu in US-Dollar denominierten Staatsanleihen und Staatsanleihen-ähnlichen Rentenpapiere aus den Emerging Markets und bietet aktuell eine Ausschüttungsrendite von 3.95%.

Für mein Income Portfolio, was aktuell hauptsächlich aus Dividenden besteht ändert sich nichts. Meine Dividendenaktien hab ich gekauft um sie zu behalten und die steigenden Dividendenerträge geben mir auch dabei recht. Mein Plan ist hier weiterhin, regelmäßig in Dividendenaktien zu investieren.

Fazit

Ob wir nun am Rande eines Crashs stehen, nun ja wissen tut das niemand. Fakt ist jedoch, dass Inflation definitiv ein Thema sein wird und demnach auch die Renditen für Anleihen wieder steigen werden, was es für Wachstumsunternehmen schwerer macht billig an Geld zu kommen. Für diese Konstellation möchte ich besser gerüstet sein, und das bin ich mit meinem aktuellen Portfolio noch nicht. Dabei ist mir natürlich wichtig meinen passiven Cashflow zu steigern, und Anleihen könnten dabei wieder eine wichtigere Rolle spielen.

Was denkt darüber? Raus aus Wachstum oder einfach laufen lassen?

Dies ist keine Anlagenberatung, sondern spiegelt lediglich meine eigen Meinung wider!



2 Gedanken zu “Yield Curve, Inflation und steigende Rohstoffpreise…

  1. Hallo,

    Zitat: „Manche werden mit Verlust verkauft und manche mit sehr viel Gewinn, insgesamt wird wohl ein Gewinn von ca. 1 000 EUR herausspringen.“

    Finde das ok und es ist wichtig darauf zu achten bei „Anpassungen“ nicht planlos Verluste zu produzieren! Wenn man das dann noch öfters wiederholt kommt man nicht weiter. Die Verluste fressen die langfristigen Gewinne im Depot!

    Schönen Sonntag!

  2. Hallo,

    wie du es richtig und schön formulierst: du und ich entwickeln sich als Investoren ständig weiter. Wir überprüfen regelmäßig unsere Strategie und passen uns an die Rahmenbedingungen entsprechend an. Wohl soll ich mich damit fühlen…

    Was die FED-Politik betrifft bin ich relativ gelassen, da Chef Powell meinte weiterhin den Fokus stärker auf die volkswirtschaftliche Gesundung am Arbeitsmarkt zu richten. Mal schauen was die $1,9 Billionen „verursachen“, ist ja wirklich eine gigantische Summe.

    Liebe Grüße
    Clemens

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